Das Wetter vor 15 Jahrenvon Wolf Haas


In Kooperation mit den Instituten für Schauspiel und Bühnengestaltung der Kunstuniversität Graz

Nachdem Wolf Haas keinen Brenner-Krimi mehr schreiben wollte, hat er eigentlich seinen ersten Liebesroman auch nicht geschrieben – er redet nur über ihn. In einem fiktiven Interview. Mit einer fiktiven deutschen Journalistin, der fiktive Haas. Und in dessen Roman geht’s um einen Gewinner von »Wetten dass …?«, der alle Wetterberichte der letzten 15 Jahre in dem österreichischen Urlaubsort Farmach auswendig weiß. Weil er damals traumatisiert wurde, von seiner großen Liebe. Die versucht er jetzt wieder zu erobern, bevor es zu spät ist und sie einen anderen heiratet. Das gelingt auch, aber Tote gibt’s trotzdem. Kritiker schwärmten von der komplexen wie aberwitzigen Konstruktion dieses Rezeptions-Romans, der sich wie eine »langsam aufschaukelnde Screwball-Komödie« lese, um schließlich die »Handlungsexzesse explosionsartig in einem grand finale« einstürzen zu lassen. Seine zahlreichen Reflexionsebenen lassen Literatur, Textproduktion und Interpretation zu den verhandelten Gegenständen des Romans werden und machen es dem Theater zur Aufgabe, über die eigenen Möglichkeiten der Darstellung nachzudenken.




Pressestimmen:

Schüddekopf pendelt gekonnt zwischen kurzen Interview-Situationen und szenischen Lösungen, die durch Heranziehung unterschiedlichster theatralischer Mittel viel Farbigkeit erhalten. Damit schafft sie ein interessantes Wechselspiel von Distanz und Nähe, und lockert den ohnehin ironischen Duktus von Haas mit ironischen Kommentaren noch weiter auf. Das alles wird von den Darstellern – Judith Bohle, Andrea Bröderbauer, Ionut Chiriac, Michael Großschädl und Istvan Vincze – perfekt umgesetzt. […] Eine sehenswerte Produktion!
Michaela Reichert, Kronenzeitung, 14.10.2007


Diese irre Geschichte wird von Judith Bohle, Andrea Bröderbauer, Ionut Chiriac, Michael Großschädl und Istvan Vincze in wechselnder Rollenverteilung quirlig, farbig und höchst amüsant gespielt, getanzt, in Interviews kommentiert und gefilmt. Diese Uraufführung verdient mehr als die „Note 1“.
Dolf Stockhausen, Die Woche, 17.10.2007


Die StudentInnen des Faches Schauspiel nähern sich dem Stück unbefangen, Regisseurin Sandra Schüddekopf lässt sie frisch agieren und schafft eine von witzigen Einfällen geprägte Produktion, bei der das Niveau einer gelungenen Studentenaufführung mehr als nur einmal überboten wird.
Frak, Der Standard, 16.10.2007


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